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Marc O´Tool
MARC O´TOOL
[electribe | mauritius]


„Wer Tai Chi Chuan übt, wird geschmeidig wie ein Neugeborenes, kraftvoll wie ein Holzfäller und gelassen wie ein Weiser“, so behauptet es zumindest ein altes chinesisches Sprichwort. Und wer Marc O´Tool, mit bürgerlichem Namen Marco Iletschko, begegnet, braucht nicht viel Phantasie, um sich den Essener meditierend im Lotussitz vorzustellen. Ob hinter den Reglern oder den Decks, ganz in die Musik vertieft umgibt ihn eine Aura entspannter Gelassenheit. Vielleicht liegt es an seiner Vorliebe für dieses asiatische Schattenboxen, vielleicht aber auch daran, dass der international erfolgreiche Produzent in der Musik den Schlüssel zu seiner inneren Harmonie gefunden hat.

Mit 15 ist Marco bereits Leadsänger und Songwriter einer dreiköpfigen Electro-Pop-Band. Als diese zwei Jahre später beschließt, ihre Stücke auf Tape aufzunehmen, um sie in Eigenregie für fünf Mark pro Stück zu verkaufen, packt Marco die von ihm allein produzierten Remixe der Bandtracks kurzerhand dahinter. Über Umwege gelangt eines der fünfzig Home-Made-Tapes in die Hände eines seinerzeit sehr erfolgreichen Produzenten. Dieser interessiert sich jedoch nicht für die Band oder deren Tracks. Es ist einer von Marcos Remixen, den er lizensieren will. Dieser ist der erste Schritt zur „Fanatic Jubilations EP“, die 1992 erscheinende Debutplatte des jungen Talents, und der Startschuss in eine internationale Künstlerkarriere. Unter seinen Alter Egos Ballroom, Transmotion, Chrome sowie unter Marc O´Tool produziert Marco in den Neunzigern einige nationale Clubhits. 2001 landet er dann mit Ballroom „Passenger“ den ganz großen Wurf und er gelangt ins Rampenlicht der internationalen Musikszene. Unzählige Lizensierugsanfragen, Chartplatzierungen sowie Gig-Anfragen aus der ganzen Welt folgen, die Nachfrage an den Produzenten Marc O´Tool steigt unaufhaltsam. Ein Jahr darauf findet Marco in Electribe seine Homebase und entscheidet sich, Marc O´Tool fortan exklusiv auf dem Düsseldorfer Label zu veröffentlichen. „Black´n´White“, „Logical“, „Jack“, „Rhythm Dealer“ und „Passenger 2.0“, die Neuauflage seines einstigen Ballroom-Hits, und sind nur einige Bespiele dieser erfolgreichen Zusammenarbeit. Zeitgleich beginnt der leidenschaftliche Biker mit der Arbeit an seinem eigenen Label Mauritius Records, dessen Gründung für ihn persönlich das wichtigste Ereignis seiner Laufbahn war.

Marco ist durch seine konstant herausragende Arbeit als Produzent, DJ und Labelbetreiber ein aktives und angesehenes Mitglied der weltweiten Techno- und House-Szene. Über 80 Releases, darunter Remixe für Projekte wie DJ Tiesto (UK Top20), Tall Paul vs. INXS, RMB, DJ Quicksilver oder Martin H, Gigs in renommierten Clubs und auf großen Festivals in Japan, Türkei, Dänemark, Ukraine, Griechenland oder der Schweiz, massiver Support seiner Tracks von John Digweed über Sascha bis hin zu Deep Dish und Carl Cox, machen ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Exportartikel für progressive Housemusik. Der Name Marc O´Tool ist Markenzeichen für treibende, perkussive Beats made in Germany.

Das Spektrum seiner musikalischen Fähigkeiten und sein Potential demonstriert Global Player Marc O´Tool konzentriert mit seinem 2004 erscheinenden Album „TAO“. Diese Kollektion Marcos bisher erfolgreichster Singles, kombiniert mit neuen Edits und unveröffentlichtem Material, durchbricht gekonnt die Grenzen zwischen Clubsound und Homelistening und zeigt mit unterschiedlichsten Stilistiken die ganze Vielfalt seines Könnens. So liefert er neben seinem einzigartigen pumpenden Progressive House auch erstklassige Ausflüge in die Welt des Trip Hop, der Breaks und Downbeats. Mit der 2005 folgenden „X.L.R.8.R. EP“ auf Electribe macht er den ersten Schritt in eine neue Phase seiner Schaffenskraft. Er spürt eine innere Weiterentwicklung, die er sowohl in seiner Musik als auch in seinen Sets umsetzt. Technoider, spannender und auf subtile Art erwachsener, erkennt man einen Marc O´Tool, dessen neue Produktionen nicht unerwartet ausgereifter, aber doch verfeinert und voller Persönlichkeit sind. Für manche seiner Fans ein vielleicht unerwarteter und verwirrender Wandel, für ihn selbst lediglich die logische Entwicklung seiner Künstlerpersönlichkeit. Erneuter Support internationaler DJ-Größen wie Laurent Garnier, Slam oder Satoshi Tomiie geben ihm Recht. Marc O´Tool schafft es eben immer wieder aufs Neue, eine Schnittmenge zu bilden, auf die sich Anhänger unterschiedlichster elektronischer Genres problemlos einigen können.
   
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